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Galden™

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Galden™

Der Prozess

Beim Dampfphasen-Löten wird eine elektrisch inerte Flüssigkeit auf Siedetemperatur erhitzt. Es bildet sich eine gesättigte, chemisch inerte Dampfzone, deren Temperatur mit dem Siedepunkt der Flüssigkeit weitgehend identisch ist. Nach dem Einbringen eines Werkstücks kondensiert solange Dampf auf seinen Oberflächen bis es die Temperatur des Dampfes angenommen hat. Lötlegierungen mit darunter liegender Schmelztemperatur sind dann bereits flüssig.

Die Dampfphase

GALDEN™ ­ Perfluoropolyether sind flüssige Polymere, die ausschließlich aus Kohlenstoff (C)-, Fluor (F)- und Sauerstoff (O)-atomen aufgebaut sind. Die im Molekül vorhandenen C-=- und C-F-Bindungen sind äußerst beständig. Sie zählen zu den stabilsten Bindungen im Reich der Kohlenstoffchemie überhaupt. Die an die zentrale Polymerkette gebundenen Fluoratome schirmen das Kohlenstoffgrundgerüst perfekt ab und schützen so die empfindlicheren C-C-Bindungen gegen chemische und thermische Angriffe.

Die fluessigen Polymere der Galdenreihe

Die flüssigen Polymere der Galden ™ ­ Reihe sind nach diesem Prinzip aufgebaut. Sie besitzen außergewöhnliche Eigenschaften:

Die Sicherheit

Die aus diesen Eigenschaften resultierende Gebrauchssicherheit beim Dampfphasen-Löten wurde gelegentlich in Frage gestellt, konnte jedoch in vielen Untersuchungen immer wieder zweifelsfrei bestätigt werden.

Galden™-Polymere sind nicht brennbar oder explosibel und bis hin zu hohen Temperaturen außergewöhnlich inert gegenüber allen Chemikalien; sie reagieren nicht mit Säuren, Alkalien oder starken Oxidantien und sind verträglich mit allen bekannten Kunststoffen, Metallen und Elastomeren. Bei bestimmungsgemäßem Einsatz, d.h. unter normalen Druckbedingungen im Siedebetrieb sind alle Galden-Typen thermisch stabil.

Die Dampfphase bildet aufgrund der hohen Dichte eine inerte Atmosphäre und schützt dadurch das Lötgut zuverlässig vor Oxidation; der im Molekül vorhandene Sauerstoff ist chemisch fest gebunden und reagiert nicht.

Galden™-Polymere wurden in vielen Versuchen, auch unter Praxisbedingungen, auf toxische Spaltprodukte untersucht. Solche waren in allen Fällen nicht nachweisbar.

Weitere Einsatzfälle dieser Medien sind:

Natürliche Konvektionen

 

Wärmeübertragungskoeffizient
[W m2 K1]

Wasser   100 bis 1000
Gas   3 bis 30
Infrarot Reflowlöten Wärmestrahlung   50 bis 100
Reflowlöten mit Zugangskonvektion Luft   40 bis 120
Stickstoff   30 bis 110
Dampfphasen Reflowlöten kondensierter Dampf eines Galden Flüssigpolymeres   500 bis 700

Solvay Solexis

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